Was kostet die Waffensachkundeprüfung?
Gebühren und verdeckte Kosten im Überblick
Wer eine Waffenbesitzkarte beantragen oder im Bewachungsgewerbe mit Schusswaffen arbeiten möchte, kommt um die Waffensachkundeprüfung nach § 7 WaffG nicht herum. Doch welcher finanzielle Aufwand kommt tatsächlich auf dich zu?
1. Der Vorbereitungskurs (Lehrgangsgebühren)
Ein offizieller Vorbereitungskurs ist in der Regel verpflichtend. Die Preise variieren stark je nach Anbieter, Bundesland und der Ausrichtung des Kurses:
Für Sportschützen / Jäger
150 € bis 250 €
Häufig etwas günstiger, da Vereine oder Verbände oft Zuschüsse gewähren oder eigene Ausbilder nutzen.
Für das Bewachungsgewerbe
250 € bis 450 €
Gewerbliche Kurse sind intensiver (z.B. Fokus auf Kurzwaffen, Holster-Technik, rechtliche Sonderregelungen für Sicherheitskräfte).
2. Prüfungsgebühren & Standgebühren
Manche Lehrgangsanbieter weisen die Prüfungsgebühren separat aus. Zudem fallen Kosten für die Schießstandnutzung und die verbrauchte Munition an:
- Prüfungsgebühr der Behörde/Kommission: Ca. 40 € bis 90 €.
- Standgebühr für das praktische Schießen: Ca. 15 € bis 30 €.
- Munition & Leihwaffen: Ca. 20 € bis 50 € (je nach Kaliber und Anzahl der Übungsdurchgänge).
3. Nebenkosten: Lernmaterialien & Fahrten
Für Lehrmaterialien wie gedruckte Bücher oder spezielle Fragebögen verlangen gewerbliche Schulen oft 20 € bis 40 €. Hinzu kommen eventuelle Fahrtkosten zum Schießstand und zum Theorieunterricht.
Kalkulationsbeispiel (Durchschnittswerte)
| Posten | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Vorbereitungskurs (Theorie & Praxis) | 220,00 € |
| Prüfungsgebühr | 60,00 € |
| Standmiete & Waffenleihgebühr | 25,00 € |
| Munition (Übung + Prüfung) | 30,00 € |
| Lernmaterialien (z.B. gedrucktes Buch) | 25,00 € |
| Gesamtsumme | 360,00 € |
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